Kaassel schenkt sich ein Lächeln
— Der Gemeinsame Sessionsauftakt der karnevalstreibenden Vereine
am 12. November 2011 im Katholischen Pfarrheim Oberkassel

Am Samstagabend war es wieder soweit: Karnevalsauftakt in Kaassel! Die Starlight Music Band hatte den Saal bereits „warm“ gespielt, als, einen Tag nach dem historischen 11.11.11, der Präsident der KG Kaasseler Jonge Grün-Weiß, Dietmar Brenner, pünktlich um 20:11 Uhr den offiziellen Startschuss für die närrische fünfte Jahreszeit gab. Die karnevalstreibenden Vereine aus Bonn-Oberkassel hatten wieder zu ihrem Gemeinsamen Karnevalsauftakt ins katholische Pfarrheim eingeladen und viele Jecken waren gekommen, um gemeinsam fröhlich und ausgelassen zu feiern.

Die veranstaltenden Vereine, das sind die Alten Kameraden Oberkassel, das Tanzcorps Nixen vom Märchensee, das Tambourcorps Grün-Weiß Bonn-Oberkassel, das Damenkomitee Nixen vom Märchensee, die KFD Oberkassel und die KG Kaasseler Jonge, hatten ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Kräften aus den eigenen Reihen zusammengestellt.

Zunächst bat die Präsidentin der KFD, Resi Wünsch, das bisherige Kinderprinzenpaar, Prinz Eric I. (Sommer) und Prinzessin Sarah II. (Weiß), mit ihren Pagen David (Tasci) und Sophie (Adler) auf die Bühne, um sich von seinen närrischen Untertanen zu verabschieden. Die vier sangen gemeinsam mit dem Saal noch einmal ihr Lied, „Bei uns in Kaassel“, das sie durch eine wunderschöne Session getragen hatte.

Die Eröffnung des Gemeinsamen Sessionsauftakts 2012 in Oberkassel. Im Vordergrund Bettina Schori (Damenkomitee Nixen vom Märchensee) und Martin Dinier (KG Kaasseler Jonge), der wieder einmal nicht abwarten kann zu singen …


Danach erhoben sich alle Kaasseler Jecken von ihren Plätzen, um ihre neuen Tollitäten zu begrüßen. Angeführt vom Prinzen Max I. (Körner), marschierten Prinzessin Maike I. (Remberg) und die Pagen Fabian (Derenbach) und Eva (Bauer) auf die Bühne. Nachdem der Prinzenführer der KG Kaasseler Jonge, Martin Dinier, die vier Kinder vorgestellt hatte, begeisterten diese den Saal mit ihrem neuen Sessionslied „Kaassel, schenk mir ein Lächeln“. Nach dieser Vorstellung sind sich alle Jecken einig: Das wird wieder einen tolle närrische Zeit in Oberkassel!

Nach den „Kleinen“ kamen dann auch die „Großen“ zu ihrem Recht: Die Senatspräsidentin der KG, Angelika Kleefuss, stellte den neuen Senator, Robert Müller, Zweigstellenleiter der Volksbank Bonn Rhein-Sieg in Oberkassel, vor.

Martin Dinier stellt das neue Kinderprinzenpaar der KG Kaasseler Jonge für die Session 2012 vor (v.l.n.r): Page Fabian (Derenbach), Prinz Max I. (Körner), Prinzessin Maike I. (Remberg) und Page Eva (Bauer).

Nach diesen „offiziellen“ Handlungen ging es auf der Bühne weiter mit einem bunten karnevalistischen Programm der Kaasseler Vereine. Den Anfang machte das Tanzcorps der Nixen vom Märchensee, das unter der Leitung von Christa Obermeier wieder einen mitreissenden Auftritt einstudiert hatte. Kein Wunder, dass die Tänzerinnen erst nach einer Zugabe wieder die Bühne verlassen durften. Dass schwungvolle Tänze beim Kaasseler Publikum ankommen, zeigten danach auch die Damen der KFD. Mit ihrer Fassung von Heidis Bergtanz hatten sie alle im Saal sofort auf ihrer Seite.

Nach soviel weiblichem Liebreiz bat dann Fritz Pacht von den Alten Kameraden das weit über die Grenzen Oberkassels bekannte Tambourcorps Grün-Weiß auf die Bühne. Gerade vom Generalappell der Beueler Stadtsoldaten zurück, gelang ihm wieder ein beeindruckender Auftritt, bei dem es auch seinen neuen „Hit“ Heidemarie sang und die Kaasseler Jonge zur Freude aller wibbeln ließ.

Dass Kaassel nicht nur sehr gute Musiker, sondern auch tolle Tänzer hervorbringt, bewiesen  danach die Alten Kameraden. Diese Männertanzgruppe fesselte das Publikum mit seiner besonderen Mischung von Anmut, Rhythmusgefühl und Akrobatik. Anschließend sorgte das Gesangsquartett „De Anjeschwemmte“ aus den Reihen der KG dafür, dass der Saal zu rheinischen Liedern kräftig mitsang und mitschunkelte. Spätestens als mit „Du bes Kaassel“ die inoffizielle Hymne des Ortes gesungen wurde, war klar: Die Kaasseler sind wieder auf karnevalistischer Betriebstemperatur!

Zum Abschluss des Programms heizte die Gruppe „De Fründe“ dem Saal noch einmal kräftig ein, bevor dann weit nach Mitternacht das Bühnenprogramm zu Ende ging. Viele ließen es sich jedoch nicht nehmen, auch danach noch fröhlich weiter zu feiern.

Dies war ein Auftakt nach Maß, nach dem klar ist: Der Karneval kann kommen, Kaassel freut sich lächelnd auf die neue Session!

Stephan Sommer